Während ich am 26. April die letzten Zeilen tippte, flachte die Pandemie-Kurve auf Malta langsam ab.

Ab 4. Mai durften alle anderen Geschäfte außer den überlebenswichtigen Geschäften (also Lottostellen, Modeläden usw.) wieder aufmachen. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln darf man nur mit Maske. Händedesinfizieren vor jedem Eintreten ist ebenfalls Pflicht.
Nur die Frühjahrs-Jagdsaison, die wurde vom 10. bis 30. April natürlich trotz Corona-Pandemie erlaubt. So hat sich die Jagdlobby dann schön austoben können, da aufgrund der allgemeinen Situation nicht genügend Polizei und freiwillige Beobachter anwesend sein konnten. Mehr als das Vierfache der sonst illegal geschossenen Vögel hat die gemeinnützige Organisation BirdLife Malta gezählt. Ein voller Erfolg für die in Tarnanzügen herumstreunenden Analphabeten.
Wir dagegen wagten uns erst wieder gegen Mitte Mai zum Einkaufen und Spazieren aus dem Haus, als die erste Welle vorbei war. Ziemlich genau 14 Tage nach der Wiedereröffnung aller anderen Geschäfte gab es nochmal einen kleinen Anstieg (quasi eine flache zweite Welle, siehe Grafik). Als Anfang Juni die ganzen Restaurants und Kneipen wieder öffneten, sah man ein noch flacheres Wiederansteigen. Und im Moment haben wir sage und schreibe nur 15 aktive Krankheitsfälle. Die Insel ist bisher also wirklich viel glimpflicher davongekommen, als ich erwartet hätte.
Und heute, am 1. Juli, hat der Flughafen wieder seinen Betrieb aufgenommen. Mal sehen, wie sich die Kurve ab jetzt weiterentwickeln wird.