Busdramen (316)

Ich habe mich schon daran gewöhnt, den zwei- bis dreifachen Fahrpreis für die Busse zu bezahlen, wenn ich anstatt meiner offensichtlich defekten Tallinja-Karte Bargeld einsetze.

Eines Nachts nehme ich den Nachtbus.

Der Busfahrer nennt mir 3 Euro als Fahrpreis. Ich habe einen Haufen 20-Cent-Münzen im Portemonnaie und komme daher nur auf 3,10 Euro.

Er sagt, er habe kein Wechselgeld. Ich schaue nochmal nach und sehe, dass ich doch noch ein 10-Cent-Stück habe. Würde ich ihm dieses gegen eine der 20-Cent-Münzen geben, wären wir quitt.

Der Busfahrer weigert sich. Darauf sage ich ihm verärgert, dann solle er eben 3,10 Euro behalten und glücklich werden.

Er ruft: „Nein, warten Sie!“, und fängt an umständlich in einem großen Beutel mit Wechselgeld zu kramen (soviel zum Thema „kein Wechselgeld“).

Ich sage ihm schon sehr säuerlich: „Schauen Sie, ich habe tatsächlich ein 10-Cent-Stück in meiner Hand. Wenn ich Ihnen das gebe und Sie mir dafür eine der 20c-Münzen, die Sie von mir haben, dann haben Sie genau 3,00 Euro von mir bekommen.“

Endlich ist er überzeugt.

Oh weh….