Temperament im Straßenverkehr

Eine wahre Geschichte:

Zwei Freundinnen wollten ihr Auto bei Malta Transport (der staatlichen Verkehrsbehörde) in Paola registrieren lassen.

Auf dem Weg dorthin wurde ihr Wagen von einem anderen Auto von hinten leicht angefahren. So leicht,  dass sie zunächst nichts davon bemerkten. Bis hinter ihnen ein Geschrei losging.

Sie drehten sich um und sahen, wie aus dem Auto hinter ihnen ein aufgebrachter Einheimischer ausstieg. Obwohl selbst der Unfallverursacher, schrie er: „Was habt ihr getan?! Ich bin eine wichtige Person! Ich bin eine wichtige Person!“ Glcichzeitig schlug er sich sein eigenes Gesicht blutig und spuckte von außen an die Scheibe des Fahrerfensters.

Die herbeieilenden Anwohner kümmerten sich nicht etwa um die in ihrem Auto eingeschlossenen verängstigten Frauen, die sich nicht besser zu helfen wussten, als die Polizei anzurufen – sondern um den sich wild gebärdenden Zombi (immerhin wissen wir jetzt, warum „World War Z“ auf Malta gedreht wurde).

Nach 45 Minuten kam endlich die Polizei. Die Menschenmenge löste sich so schnell auf, wie sie gekommen war. Der wilde Mann wurde auf einmal lammfromm, und nichts erinnerte mehr an die unglaubliche Szene, die sich noch eine halbe Stunde vorher abgespielt hatte.

Ein junger Polizist nahm den Fall auf.

„Wohin wollen Sie denn?“ fragte er die beiden schockierten Frauen.
– „Zu Malta Transport“, antworteten sie.
– „Oh, da haben sie aber Glück“, sagte er. „Das hier ist der Gebietsmanager von Malta Transport.“