Stimmung auf Malta

In einem Artikel im Guardian las ich über den Anschlag an Daphne Caruana Galizia folgende Passage (meine Übersetzung – das Original kann man hier nachlesen: https://www.theguardian.com/world/2017/oct/20/pope-writes-rare-letter-of-condolence-after-of-daphne-caruana-galizia ):

„Cutajar, Maltas fünfter Polizeischef in fünf Jahren, konnte Berichte, nach denen die Bombe ferngezündet worden war, nicht bestätigen. Aber einer seiner Vorgänger, John Rizzo, sagte lokalen Medien, dass bei allen sechs verübten Autobombenanschlägen der letzten zwei Jahre Handyfernzünder benutzt wurden. Keiner der Fälle wurde bisher aufgeklärt.“

Das sind keine guten Aussichten. Die Stimmung ist düster.

Die Autobombenanschläge der vergangenen Jahre fanden immer zwischen Gangstern statt. Schlimm genug. Schlimm auch, dass diese Fälle immer häufiger wurden. Es scheint fast so, als sei die hiesige Polizei nicht in der Lage, diesen Sumpf auszutrocknen. Oder nicht willens?

Jetzt hat es also eine Person außerhalb dieser Kreise erwischt – eine Zivilistin sozusagen, eine Journalistin noch dazu. Das ist schlimm.

Wir fragen uns jetzt, wer dahinter steckt. Wer könnte sich durch Daphne Caruana Galizias Recherchen bedroht gefühlt haben und wollte sie zum Schweigen bringen?

Wir werden es hoffentlich bald erfahren.