Den Tag beginne ich damit, meine Vokabelkarten in das Programm ProVoc einzuarbeiten. Das ist so ein Freeware-Vokabeltrainer, den ich erst kürzlich im Internet gefunden habe. Das Programm kann nicht nur Unicodezeichen verarbeiten, so daß die maltesischen Sonderzeichen unverfälscht wiedergegeben werden. Es gibt sogar eine Exportfunktion, mit denen man die Vokabeltests auf den iPod exportieren und dort durcharbeiten kann. Wer’s probieren möchte kann hier vorbeischauen: http://www.arizona-software.ch/provoc/
Am frühen Nachmittag habe ich meine Arbeiten mit dem Programm abgeschlossen und begebe mich an die frische Luft. Mein Weg führt mich natürlich wieder nach Valletta. Angenehm fällt mir auf, daß a) kaum Touristen unterwegs sind und b) daß der Frühling all den tristen Orten auf dem Weg dorthin ein fröhliches Aussehen verpaßt hat. Selbst der Friedhof bei Pietà (genauer: in Ħamrun) verliert etwas von seiner Endgültigkeit.
Im Internetcafé von Gżira führe ich mein Blog fort, checke ein paar Mails und lese online die Tageszeitung. Ich freue mich diebisch über die Aktion des CCC, einen Fingerabdruck von Schäuble (und einigen anderen Innenministern) zu veröffentlichen. Weniger freue ich mich über einige deutsche Touristen, die den Laden betreten und derart laut (und leider auch doof) sind, daß ich mich schnell am Rechner abmelde und gehe.
In Valletta angekommen, gehe ich schnurstracks in den Ġnien tal-Hastings (nichts gegen die Barakka Gardens, aber Abwechslung muß sein), und lerne bei lauen Temperaturen Vokabeln. Die Zeit vergeht wie im Flug, und als ich auf die Uhr sehe, fällt mir auf, daß ich die Sommerzeit ganz vergessen habe! In nicht einmal einer Stunde gibt es zuhause Abendessen! Also wird schnell der nächste Bus geentert…
An diesem Abend gibt es… Gemüselasagne! Tanya hat wieder einmal gezaubert. Thomas (mein französischer Mitbewohner) und ich sind überglücklich und eine halbe Stunde später fix und fertig, weil sehr satt.
Trotzdem setze ich mich später noch einmal an den Computer und fange mit der Übersetzung meiner Magisterarbeit an, an denen die Professoren von der Uni Malta so interessiert sind. Nach einer halben Stunde läßt aber die Konzentration nach. Ab ins Bett und ins Koma.