Dieser Tag beginnt für mich gegen 5.30, als mir eine Mücke einen Morgengruß ins Ohr summt. Dummerweise ist es auch noch zu dunkel, um den Gruß mit der flachen Hand zu erwidern. Und so stehe ich auf. Bis zum Frühstück mit den anderen ist noch Zeit genug, die Vokabeln vom Vortag durchzugehen. Die 41, die ich gestern schon konnte, sitzen noch. Die 20 weiteren Wackelkandidaten sind immerhin ein wenig fester im Gedächtnis, aber immer noch Wackelkandidaten. Aber es ist schon interessant, daß die gute, alte Vokabelkartenmethode immer noch die effektivste ist.
Das Wetter ist an diesem Tag leider auch ein Wackelkandidat. Ich verlasse das Haus und stoße draußen auf Regen, der bis Valletta anhält. Ein perfektes Museumswetter. Auf dem Plan heute: das archäologische Museum mit seinen Exponaten rund um die Frühzeit Maltas. Schon faszinierend zu erfahren, daß die Bauwerke der ältesten Phase (also des Neolithikums — das hat mit allen Besiedlungen, die später kamen, nicht zu tun) bis 5800 v. Chr. zurückgehen. Sogar Stonehenge ist jünger! Der obere Stock mit dem kusthistorischen Museum ist leider noch nicht eröffnet. Und so müssen die Gemälde von Caravaggio bis nächste Woche warten.
Danach gebe ich mir die „Malta Experience“, einen Touristenkinofilm im zeitgenössischen Edutainment-Stil. Naja. Wenigstens habe ich mir auf diese Weise die historischen Daten noch einmal im Schnelldurchlauf „draufgeschafft“.
Draußen ist das Wetter etwas besser geworden. Aber so recht traue ich der Sache nicht. Mdina (seinerzeit von den Normannen erbaut) werde ich dann irgendwann im Laufe der nächsten Woche besuchen.
Der Rest des Tages ist wieder den Vokabeln gewidmet.
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