Drei Tage

Wenn man verreist, so sagt man, braucht die Seele drei Tage, um hinterherzureisen. Nun ja… Schlaftechnisch ist das sicherlich richtig. Heute war der erste Tag, an dem ich weniger gerädert aufwachte als die Morgen davor.

Auf das Wetter habe ich mich inzwischen auch schon eingestellt. Richtig heiß ist es noch nicht. Die Tagestemperaturen liegen bei 22 Grad. Gleichzeitig geht ein kalter Wind, der einen im Schatten zum Frösteln bringen kann.

Blick aus dem Fenster unseres ProjektraumsIm Büro dagegen ist es warm, und wir haben eine herrliche Aussicht auf die Umgebung (siehe Foto). Wir, das sind Georgiana (Koordinatorin), Andrew (Programmierer), Mike (Projektleiter) und ich (Linguist). Wir verstehen uns alle prächtig, und die Arbeit gestaltet sich sehr abwechslungsreich. Außer dem Paper, an dem ich zusammen mit Mike schreibe, beschäftige ich mich mit verschiedenen Teilpunkten des aktuellen Arbeitspakets. Zur Abstimmung eines solchen Punktes treffen wir uns nächste Woche mit zwei Kollegen aus der Maltesischen Linguistik. Da hilft es sicherlich, daß ich die beiden schon kenne.

Zwischen den Arbeiten für unser Projekt gibt es noch allerhand administrativen Kram zu erledigen. Das Personalbüro schickt Georgiana, Andrew und mich täglich von A nach F nach C nach Z nach B. Es ist fast wie bei Asterix in dem „Haus, das Verrückte macht“. Wir werden mit Papierkram und widersprüchlichen Angaben überhäuft, was wir alles ausfüllen müssen, um unsere erste Lohnzahlung in die Wege zu leiten. Selbst für Andrew, den einzigen Malteser im Projekt, klappt nichts so einfach, wie es sollte. Er nimmt es aber mit Humor und ist überhaupt der motivierende Spaßvogel in unserer Gruppe. Heute haben wir das Personalbüro zu dritt besucht und etwas aufgemischt. Das wird ihnen eine Lehre sein. 🙂

Und so sehen die verwaltungstechnischen Dinge aus, die ich in den nächsten 7 Tagen zu erledigen habe.

  1. Wohnung finden (damit ich eine feste Adresse habe)
  2. Aufenthaltserlaubnis und maltesischen Personalausweis beantragen
  3. Bankkonto beantragen (damit ich die Lohnzahlung bekommen kann)
  4. Sozialversicherungsnummer und Einkommenssteuernummer beantragen (auch wichtig für die Lohnzahlung)
  5. Da war bestimmt etwas, das ich vergessen habe. 🙂

Einen Makler, den mir Georgiana empfohlen hat, habe ich heute nachmittag angerufen. In den nächsten Tagen wird er mich bei einer Reihe Wohnungen vorbeifahren, die er meinen Angaben entsprechend ausgesucht hat. Davon werde ich dann im nächsten Eintrag berichten.